Ah meine Lieblingsdiskussionspartnerin

Es ist ja so dasss insbesondere in unserer Zeit der Abschied von Verstorbenen zu einem "McDonalds" Verfahren verkommen ist.
Hauptsache weg mit dem Toten.
Dabei vergessen viele dass der ordentliche Abschied vom Verstorbenen nicht nur eine Respektsache ist sondern auch wichtige ist für die Verarbeitung von Trauer.
Ich erinnere mich noch als meine Oma mir einst erzählte dass zu ihrer Zeit es üblich war den Verstorbenen 3 Tage zu Hause aufzubahren .
Ich finde das OK. Die Familienmitglieder hätten sich dann ihre Zeit genommen den Abschied zu verarbeiten.
Ich geb dir vollkommen recht, dass sich für Trauer und Verarbeitung meist zu wenig Zeit genommen wird. Das liegt aber wohl an dem gesellschaftlichen Stress-Sydrom, sprich man kann/will ja gar keine Zeit für sowas haben. Die Rechnung kommt dann ggf. mit der posttraumatischen Belastungsstörung.
Wie man sowas jedoch am besten verarbeitet, dass kann man nicht verallgemeinern. Also ich sag dir ganz ehrlich, wenn ich z.B. meine (Groß-)Eltern 3 Tage im Wohnzimmer liegen hätte, könnte ich weder vernünftig schlafen, noch würde mir das helfen, ganz im Gegenteil.
Meinen Großvater habe ich mir seiner Zeit nicht mal angesehen, als er beim Bestatter aufgebahrt war, da ich nicht dieses schreckliche Bild in Erinnerung behalten wollte, sondern das Bild von ihm zu Lebzeiten. Die Entscheidung bereue ich bis heute nicht.
ja er könnte sogar merkwürdig riechen etc...
Alles Quatsch.
Ist das so? Zellzersetzung ist das Stichwort, ein süßlich beißender Geruch. Es mag zwar Personen geben, die es nicht stört, oder sogar welche, die den Geruch als angenehm empfinden, andere wiederrum (und das ist die Mehrheit) empfinden es als merkwürdig/unangenehm.
@ Dragon: Zum Ritual selber weiß ich nichts spezielles, kann mir aber sehr gut vorstellen, dass es praktziert wurde/wird. Die unterschiedlichen Religionen hatten/haben teils Rituale, über deren Sinn bzw. Unsinn sich durchaus streiten lässt
