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Autor Thema: Idee zu einer beteiligtenzentrierten EVP-Praktik  (Gelesen 663 mal)

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Andrea

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Re: Idee zu einer beteiligtenzentrierten EVP-Praktik
« Antwort #5 am: 23. Juni 2011, 17:17:24 »

gut ich beschreibe dir mal einen Fall von mir um das zu verdeutlichen.

Fall:

Eine Frau, um die 30 ..2 Kinder.Mann hat eigene Firma  (ging schlecht )in der sie auch tätig ist. Vor 2 jahren ein haus gebaut.
Sie rief mich an und erzählte mir von Matchboxautos die alleine im Wohnzimmer sich in bewegung setzten zuschlagenden Türen und schritten.

Augrund ihres Profils schlich sich schon gleich RSPK in meinen Kopf. Nach einer kennlernphase am tele fing sie dann auch (nach einigen "hinterlistigen" fragen ) auch bereitwillig zu erzählen an.Überforderung, hausneubau mit dem nicht alles stimmte, kinderstress, und auch die firma ihres mannes.
Sie gab später im Gespräch zu doch recht überfordert zu sein. Nach dem RSPK Modell, sind es ja meist Fokuspersonen die nach aussen hin sehr viel um die ohren haben und im griff haben müssen., Sprich nach aussen die starke für alles sein müssen. Dazu kam das die firma schlecht lief und finanzielle sorgen auftraten dadurch.
Das überforderte sie. ich versuchte ihr klar zu machen, das sie mit ihrem mann drüber reden müsse, da sie überfordert ist, und ihr das alles zuviel sei.
Das er sich da mehr einklinken sollte u.s.w
Nach einem 4 stündigen gespräch und dem versprechen es zu tun legten wir auf.

nach einer woche rief sie mich an und sagte das seit einer woche alles still bei ihr sei. sie hätte auch mit ihrem mann gesprochen und Lösungen mit ihm zusammen gesucht. somit wurde sie entlastet und hatte sich mitgeteilt. bei mir und endlich auch bei ihrem mann. sie bedankte sich bei mir und war froh das sie ihr haus behalten konnte. (was sie schon verkaufen wollte)
Bis heute habe ich nichts mehr gehört von ihr...
ich hoffe es ist dabei geblieben.


das mal so als kleines beispiel.

lg
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GuteN8

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Re: Idee zu einer beteiligtenzentrierten EVP-Praktik
« Antwort #6 am: 23. Juni 2011, 18:07:13 »

Den Spuk schon am Telefon getrieben, herzlichen Glückwunsch :) Ich bin auch dem RSPK Modell zugeneigt, da ich aus meinem Bekanntenkreis einen Spukfall kenne, der durch dieses Modell sehr gut beschrieben werden kann.  Meine Frage zielte allerdings mehr auf das Erforschen des Erlebens und Verhaltens der Betroffenen. Dabei steht die Frage nach der Wirklichkeit von Spuk außen vor. Die Assistentin von Lucadou z.B. hatte mal das Briefarchiv der Freiburger Beratungsstelle mittels sozialwissenschaftlicher Analyseverfahren daraufhin Untersucht, wie Menschen mit Erfahrungen umgehen, für die die Gesellschaft keine Erklärungen bereithält. Daraus hat sie verschiedene Verhaltenstypen herausgearbeitet, wie Menschen ihre Spukerfahrungen rationalisieren, damit die wieder ins Weltbild der Gesellschaft hineinpassen. Dazu braucht man aber verschriftliche Schilderungen der Betroffenen, möglichst als Erlebnisgeschichten erzählt. Deshalb wäre eine solche erlebnissammlung kleiner schatz. Der Auffand, solche mehrstündigen Interviews zu führen und dann noch abzutippen, ist allerdings sehr hoch für Freizeitjäger.  :embarrassed1:
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Andrea

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Re: Idee zu einer beteiligtenzentrierten EVP-Praktik
« Antwort #7 am: 23. Juni 2011, 18:16:30 »

naja sehr viel Arbgeit.

Ich glaube auch, das mir meine 25 jahre Gastronomie und Gastwirtin doch eine gute Komunikationsweise beschert haben sowie eine gute Menschenkenntniss. Das macht es mir schon leichter mit fremden zu sprechen.

Ich denke aber wer sich mal wirklich intensiv mit solchen Erklärungsmodellen wie z.b. RSPK auseinandersetzt, der kann dies genauso.
Leider sind die meisten Ghs nicht bereit zu lernen und bleiben bei ihren alten Vorgehensweisen. Und lassen meist auch keine Erklärungen zu.



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GuteN8

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Re: Idee zu einer beteiligtenzentrierten EVP-Praktik
« Antwort #8 am: 23. Juni 2011, 18:43:18 »

Hab in meinem Bekanntenkreis auch eine Gastronomin und weiß daher, das ersetzt ein ganzes Psychologiestudium :) Sie durchschaut einfach jeden.

Ich könnte mir vorstellen, dass in der Geisterszene auch die Abenteuerlust eine Rolle spielt. Spukfällen vor Ort im Keller nachzujagen, ist etwas aufregender als sie wie von dir beschrieben am Telefon zu zu vertreiben.

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Andrea

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Re: Idee zu einer beteiligtenzentrierten EVP-Praktik
« Antwort #9 am: 23. Juni 2011, 18:50:05 »

ja wahrscheinlich. das ist auch eine Art Freizeitbeschäftigung, und wenn das auch noch kollektiv passiert um so interessanter und lustiger.
Das ist bestimmt einer der Hauptgründe warum man das macht.
Ich finde aber dann darf man keine Hilfe anbieten, wenn das die Hauptintention ist. Denn wenn man Hilfe anbietet, muss man auch helfen können. Wir können das bestimmt nur zu einem gewissen Grad, aber nicht dadurch das wir dann dort mit EMF checkern rumrennen, und EVPs machen.
PUs sind dann eine andere Seite unseres tuns. ;) ;)
Aber auch das sieht jede Gruppe anders.
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