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Autor Thema: Der Fall " Chopper "  (Gelesen 1057 mal)

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Andy

  • Gast
Der Fall " Chopper "
« am: 27. Mai 2010, 11:12:08 »

Hierbei handelt es sich nicht um einen Fake in Form eines Bildes, Vidoe´s, EVP usw.
Trotzdem denke ich das dieses Thema hier richtig ist. Es geht um den Fall " Chopper " aus dem Jahr 1982. Dieser Fall beschäftigte damals ganz deutschland und war überall in den Medien vertreten und ist bis heute eines der bekanntesten Beispiele für " Pseudo Spuk ".

Das ganze ereignete sich in Neustraubling bei Regensburg. In der Zahnarztpraxis von Dr. Kurt Bachseitz.
Aus den Toilettenschüsseln und Waschbecken dieser Praxis tauchte plötzlich eine Stimme auf die dann immer öfter zu hören war. Diese stimme klang röchelnd und guttural. Sie sprach klar, laut, deutlich und nannte sich selbst " Chopper ".
Nach einiger Zeit meldete sich " Chopper " auch per telefon um der jungen, 16 jährigen Zahnarzthelferin Claudia Judenmann anträge aller art zu machen. Viele dieser Anträge wurden auch von den Patienten gehört und teilweise als " heftig erotisch " beschrieben.

Hier ein Bild das Claudia Judenmann und Dr. Kurt Bachseitz zeigt:


Quelle:www.stuttgarter-nachrichten.de

Diese Stimme war derartig laut das mehfach patienten aus Angst die Flucht ergriffen. Daraufhin erstattete Dr. Bachseitz bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt. Da " Chopper " sich nun auch direkt über sein Telefon meldete ( eigentlich unmöglich da nach damaligem Stand der Technich ein Telefonat erst über sein sekreteriat in sein Böro weitergeleitet werden musste ) wurden vom Telefonbetreiber, damals noch die Post, sogar Fangschaltungen eingerichtet.
Allerdings wurde er selbst nicht direkt belästigt. Im Focus dieser aktivität stand nur seine junge Zahnarzthelferin Claudia Judenmann. Die Medien nahmen sich der sache an und sehr schnell genoss Claudia sehr große popularität. Damals wie heute wurde in den Medien natür mehr als heftig spekuliert was denn die Ursache für diese Phänomene sein könnte. Die Bandbreite war ziemlich hoch und teilweise auch ziemlich kurios:
Ein verrückter der Schächte aus dem 2. Weltkrieg, die unter der Stadt verlaufen, nutzt um seinen Schabernak zu treiben, technische wunderdinge die per Funk von einem verliebten, invaliden jungen man genutzt werden  usw. usw.
Schlussendlich setzte sich aber die meinung von einem verliebten Spukgeist durch der es einfach nicht lassen konnte Claudia Judenmann zu verfolgen.

Schon sehr bald wurde diese Praxis von Vertretern der Medien förmlich belagert. Ein durchkommen war nur sehr schwer möglich. So musste sich auch ein Pionier der parapsychologie seinen Weg durch die Menge bahnen der hinzu gerufen wurde. Die rede ist von Prof. Dr. Hans Bender ( gest. am 7.5.1991 ) vom Institut für Grenzgebiete der Psychologie mit Sitz in Freiburg ( pers. Anmerkung: Seine publikationen sind sehr zu empfehlen ). Begleitet wurde er von seinem Kollegen Dr. Elmar R. Gruber vom gleichen Institut.

Prof. Dr. Hans Bender



Quelle:www.spotlightstranscom.de


Unmittelbar nach seiner Ankunft wurden sie von " Chopper " mittels eines begrüssungsschrei´s begrüsst. Daraufhin bereitete ein Mitarbeiter Bender´s mit namen Gruber ein Tonbandgerät vor. Als dieses Einsatzbereit war, war die Stimme schon aus einem anderen Teil des Zimmers zu hören. Genauer gesagt kam die Stimme vom Waschbecken her bei dem auch Claudia stand.
Was in diesem Fall auffiel war die fast aufdringlingliche häufigkeit mit der die Stimme auftrat. Es schien fast so als wollte diese Stimme dokumentiert werden.
Da diese Stimme immer in der Umgebung Claudia´s auftrat vermutete Dr. Gruber gleich das sie die Urheberin des ganzen war. Diese Meinung fand er bestätigt als er bemerkte das " Chopper " sich immer just in den momenten bemerkbar machte als die Untersucher Claudia den Rücken zuwandten.
Mit diesem Verdacht stellte er " Chopper " eine Falle! Er tat so als würde er sich mit dem Tonbandgerät beschäftigen. In Wirklichkeit nutzte er die Gegebenheit aus das dieses Tonbandgerät eine verspiegelte Oberfläche hatte. Auch die sehr sauber geputzen Fliesen waren ihm eine sehr grosse Hilfe. Mit diesen Hilfsmitteln konnte er ganz genau verfolgen was Claudia tat.
" Chopper " meldete sich wieder und das Rätsel war gelöst. Mit hilfe der Oberfläche des Tonbandgerätes war klar und deutlich zu erkennen das Claudia´s lippen sich bewegten als die Stimmer erklang. Und zwar absolut synchron mit Choppers worten. Die Lösung war also ganz simpel! Claudia erzeugt diese Stimme selbst. Das wort guttural bezeichnet einen Laut der mit der Kehle erzeugt wird ( lat. guttur = Kehle ). Und genau damit hatte Claudia alle zum Narren gehalten.
Das erklärte auch warum anrufe auf den Apperat in Dr. Bachseitz in dessen Büro durchkamen die eigentlich nicht hätten durchkommen können. Es ist ganz einfach. Claudia rief aus besagtem Sekreteriat an.
Die Staatsanwaltschaft nahm sich des Falles an und ermittelte. Bei diesen Ermittlungen stellte sich heraus das auch Dr. Bachseitz und seine Frau in die ganze Betrugsgeschichte involviert waren. Die Täter wurden zu einer Strafe verurteilt die in den 5stelligen DM betrag ging. Zudem schickte die Bundespost dem Ehepaar Bachseitz eine Schadensersatzrechnung in höhe von 35.000DM ( 17.895,22€ ).

Die Wut der menschen, die das ganze in den Medien mitverfolgten kann sich wohl jeder vorstellen. Deshalb lebt Claudia Judenmann heute unter einer anderen Identität irgendwo in der Nähe von Regensburg.

Dies war ein sehr berühmter Fall der unter Geisterjägern bestens bekannt ist und häufig als Musterbeispiel dient. Man sollte in ALLE Richtungen skeptisch sein.


Gruß
Andy
Gespeichert
 

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